Forderungen des Berliner Frauenbund 1945 e.V. zur Bundestagswahl 2025

Der Berliner Frauenbund 1945 e.V. schließt sich den Forderungen der CEDAW Allianz Deutschland, deren Mitglied wir sind, vollumfänglich an. Auch für uns gilt: Die Gleichstellung der Geschlechter ist die zentrale Voraussetzung für eine freie, sichere und stabile Gesellschaft. Dennoch müssen wir wahrnehmen, dass Frauen*rechte international und auch in Deutschland zunehmend unter Druck stehen. Wir fordern daher von der nächsten Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Schutz universeller Menschenrechte und zur Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW. Frauen*rechte sind Menschenrechte und dürfen nicht einfach hintenangestellt werden.
Wir stehen für die ökonomische Selbständigkeit der Frauen* während des Erwerbslebens und für stabile Renten zur Vermeidung von Altersarmut, für eine faire Verteilung von Erwerbs- und unbezahlter Sorgearbeit, für Parität in allen gesellschaftlichen Bereichen, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere auch für Alleinerziehende, für eine bessere Absicherung und Unterstützung für Pflegende, für einen entschlossenen Kampf gegen Gewalt gegen Frauen*und eine ausreichende Finanzierung zur Sicherheit für Frauen*, für die Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung – für tatsächliche Gleichstellung überall!
FLINTA* March 2025 – Feministische Zentraldemonstration

Am 19. Januar findet in Berlin der bundesweite FLINTA* March 2025 statt. Zusammen mit vielen wollen wir einen Monat vor der Bundestagswahl auf die Straße gehen, um gegen antifeministische und antidemokratische Entwicklungen zu protestieren. Um 12 Uhr beginnt die feministische Demonstration am Brandenburger Tor (Pariser Platz).
Treffpunkt für BFB-Frauen um 11.50 Uhr: Eingang der Amerikanischen Botschaft.
Auf der Demo-Route gibt es viele Möglichkeiten dazu zu stoßen: Wilhelmstraße – Marschallbrücke – Luisenstraße – Reinhardtstraße – Friedrichstraße – Unter den Linden – Pariser Platz alt: Branden- burger Tor/Pariser Platz (AK) – B2 – Reichstagsufer – Georgenstr. – Am Kupfergraben – Hinter dem Gießhaus – B2 – Unter den Linden – Ende wieder am Pariser Platz.
Mit dem FLINTA* March 2025 machen wir feministische Themen wieder sichtbar und unüberhörbar. Wir reagieren damit auf die Bedrohung der Rechte von Frauen, inter-, nicht-binären-, trans- und agender Personen. Unterstützt wird die Demo vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, CSD Berlin, Fridays For Future Berlin, Netzwerk gegen Feminizide Berlin, Omas Gegen Rechts, PinkStinks, Zusammen Gegen Rechts – und eben auch vom Berliner Frauenbund 1945 e.V.
My Voice, My Choice: Für einen Zugang zu sicheren Abtreibungen

Mehr als 20 Millionen Frauen in Europa haben keinen Zugang zur Abtreibung, zahllose Frauen haben deshalb bereits ihr Leben oder ihre Lebensgrundlage verloren. Dies zu ändern ist das Ziel der Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“, mit der die EU aufgefordert wird, sichere und zugängliche Abtreibungen für alle zu gewährleisten, unabhängig davon, wer sie sind oder woher sie kommen. Der Berliner Frauenbund 1945 e.V. ruft zur Unterstützung der europäischen Kampagne „My Voice, My Choice: Für einen Zugang zu sicheren Abtreibungen“ auf.
Forderungspapier: Ehrenamtliche Vereinsarbeit vor dem Aus? Wir fordern: Die Folgen des „Herrenberg-Urteils“ für das frauen-, bildungs- und sozialpolitische Engagement ehrenamtlich geführter, gemeinnütziger Vereine abfedern!

Das „Herrenberg-Urteil“ des Bundessozialgerichts und Entscheidungen der Sozialversicherungsträger und das Thema Scheinselbständigkeit bewegen seit 2022 viele Branchen –Volkshoch- und Musikschulen, Fitnesscenter, Physiologiepraxen und eben auch die Branchen Beschäftigung, /Weiter-)Bildung und Beratung. Eine von vielen Konsequenzen aus diesem Urteil ist, viele Einrichtungen gehalten sind, ihre Lehrkräfte in einer Festanstellung zu beschäftigen. Dies ist jedoch finanziell häufig nicht realisierbar.
Auch für viele Frauenvereine ist dies nicht machbar. Aus diesem Grund haben mehrere Vertreterinnen von Frauenvereinen ein Forderungspapier entwickelt, welches an das BMAS geschickt wurde.
7. Oktober 2023: Kein Schweigen zu sexualisierter Gewalt als Waffe

Beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 israelische und ausländische Menschen ermordet, mehr als 5.400 Menschen verletzt und 239 Geiseln – überwiegend israelische Zivilist*innen, aber auch israelische Soldat*innen und ausländische Staatsangehörige – gewaltsam in den Gazastreifen verschleppt. Vermutet wird, dass sich, ein Jahr nach der Geiselnahme, noch etwa 100 Frauen, Kinder und Männer lebend in der Gewalt der Hamas befinden. Der schwelende Nahost-Konflikt hat sich seitdem zu einem immer weiter eskalierenden Krieg mit zehntausenden Toten, Hungersnöten und starken Beschädigungen in mehreren Ländern ausgeweitet.
Wir wollen ein wirksames Bundesgesetz gegen Entgeltdiskriminierung JETZT!

Am 6. Juni 2023 ist die europäische Entgelttransparenzrichtlinie in Kraft getreten. Mit ihr sollen Lohndiskriminierung bekämpft und das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der Europäischen Union abgebaut werden. Bis zum 7. Juni 2026 muss die Entgelttransparenzrichtlinie in Deutschland umgesetzt werden. Sie gilt für (alle) Arbeitgeber*innen in öffentlichen und privaten Sektoren unabhängig von deren Größe – also auch für den Berliner Frauenbund 1945 e.V.. Wir erwarten von der Fortschritts-Koalition noch in dieser Legislatur einen Gesetzentwurf, u.a. um geschlechtergerechte Bewertungsverfahren – auch für den öffentlichen Dienst – voranzutreiben.
Femizide stoppen! Berlin zu einem sicheren Ort für alle Frauen und Mädchen machen!

Als Berliner Frauenbund 1945 e.V. unterstützen wir die Stellungnahme „Femizide stoppen! Prävention ernst nehmen! Konkrete Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt umsetzen!“ des Landesfrauenrat Berlin e.V. vom 02.09.2024 und schließen uns den Forderungen an.
Bericht zur offenen Mitfrauenversammlung mit Stefanie Lohaus, Autorin von „Stärker als Wut. Wie wir feministisch wurden und warum es nicht reicht.“ (Nachholtermin) am 17. Juli 2024

Wir freuen uns, dass die Lesung und Diskussion mit Stefanie Lohaus, der Autorin von „Stärker als Wut. Wie wir feministisch wurden und warum es nicht reicht.“, am 17. Juli 2024 so erfolgreich war. Von 18:00 bis 21:00 Uhr durften wir viele Mitfrauen und Interessierte im Berliner Frauenbund 1945 e.V. in der Ansbacher Straße begrüßen.
Bündnis für geschlechtergerechte Arbeitsbewertung

Der Berliner Frauenbund 1945 e.V. ist Gründungsmitglied des „Bündnisses für geschlechtergerechte Arbeitsbewertung“. Aufgabe unseres Bündnisses ist es, die wohlbekannten, zentralen Hebel zur Herstellung von Entgeltgleichheit in konkrete politische Forderungen und Aktivitäten zu übertragen. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, ein Netzwerk zu bilden für die vielen Akteur*innen, die sich teilweise seit Jahrzehnten für die Einlösung des Grundsatzes „gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit“ einsetzen.
Ein rauschendes Verabschiedungsfest für Hildegard und Heike

Viele Kolleginnen aus der Frauenbildungs- und beratungsszene, Mitfrauen des Berliner Frauenbundes 1945 e.V. und Familienangehörige verabschiedeten in gebührender Weise am 19. Juni 2024 Dr. Hildegard Schicke, Projektleiterin, und Heike Steffl, […]