Gender in der Klimakrise: Symbolpolitik oder Strukturfrage? – Einladung zur öffentlichen Mitfrauenveranstaltung

Einladung zur öffentlichen Mitfrauenveranstaltung
Gender in der Klimakrise: Symbolpolitik oder Strukturfrage?
Liebe Mitfrauen und liebe Mitarbeiterinnen, liebe Engagierte,
sehr herzlich möchte ich euch einladen zur nächsten öffentlichen Mitfrauenveranstaltung 2026. Wir behandeln ein sowohl gesellschafts-, klima- als auch gleichstellungspolitisch wichtiges Thema: Gender in der Klimakrise: Symbolpolitik oder Strukturfrage?
wann: 18. März 2026, 18 – 21 Uhr
Vortrag und Diskussion (ca. 90 min) mit anschließendem abendlichem Ausklang
wo: Berliner Frauenbund 1945 e.V., Ansbacher Str. 63, 10777 Berlin (die Räumlichkeiten sind leider nicht barrierefrei)
Anmeldung – für bis zu 35 Personen möglich – unter:
https://berliner-frauenbund.de/events/
(Aufgrund der begrenzten Plätze bitten wir Angemeldete, die doch nicht kommen können um Absage unter: kontakt@berliner-frauenbund.de )
Online-Teilnahme – Sollte es Ihnen nicht möglich sein, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen, haben Sie die Gelegenheit, den Vortrag online zu verfolgen. Die digitale Teilnahme ist über folgenden Link möglich: https://eu02web.zoom-x.de/meetings/69072069562/invitations?signature=CY6VPpS3k6EOpVwG5Q7MgjyBEe8lxZIIxO25uhZseMs
Bitte beachten Sie, dass die anschließende Diskussionsrunde aus technischen Gründen nicht online übertragen werden kann. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.
Referent*innen:
– Lukas Weißenberger ist Politikwissenschaftler (M.A.) mit Schwerpunkt Geschlechter-, Klima- und Nachhaltigkeitspolitik. In seiner Masterarbeit an der Freien Universität Berlin untersuchte er Gendergerechtigkeit in der kommunalen Klimapolitik in Deutschland und analysierte dafür rund 200 kommunale Klima- und Anpassungskonzepte.
– Dr. Julia Teebken ist Politikwissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS Erkner). In ihrer Forschung untersucht sie, wie soziale Ungleichheiten den Umgang mit Klimawandelfolgen prägen und welche Rolle politische als auch gesellschaftliche Akteure auf unterschiedlichen Politikebenen für die Ausgestaltung und Umsetzung sozialgerechter Klimaanpassungspolitik spielen.
Zum Thema
Viel zu häufig werden Gleichstellungs-, Klima-, und Sozialpolitik in eigenen Säulen betrachtet und bearbeitet. In der Klimapolitik geraten soziale Fragen – insbesondere geschlechtsspezifische Ungleichheiten – häufig aus dem Blick. Gleiches gilt für ökologische Aspekte in der Gleichstellungs- und Sozialpolitik. Dabei weisen Forschung und auch der Vierte Gleichstellungsbericht (2025) „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ verstärkt darauf hin:
Klimawandelfolgen und Klimapolitiken wirken nicht im sozialen Vakuum. Sie treffen auf ungleiche Einkommensstrukturen, ungleich verteilte Sorgearbeit und ungleiche Repräsentation in Macht- und Führungspositionen. Geschlecht ist dabei keine isolierte Kategorie, sondern Ausdruck tiefer liegender sozialer, ökonomischer und politischer Machtverhältnisse.
Die Veranstaltung diskutiert wie Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik integriert werden können, um bestehende Ungleichheiten nicht zu verschärfen. Im Zentrum steht eine Analyse kommunaler Klimastrategien: Welche Städte greifen Genderfragen überhaupt auf? Wie wird Gleichstellung in bestehenden Plänen operationalisiert – genderblind, symbolisch, sensibel oder transformativ? Und was bedeutet geschlechtergerechtes Agenda-Setting nun eigentlich für reale Macht- und Verteilungsstrukturen?
Wir wollen uns der Verschränkung klimasozialer Fragen aus beiden Richtungen (Klima- und Gleichstellungspolitik) nähern und vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen kritisch diskutieren.
Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch – sei es in Präsenz oder online.
Mit feministischen Grüßen
Mechthild
Terminankündigungen
15.4.2026 Ökonomische Unabhängigkeit: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
im Lebensverlauf (öffentliche Veranstaltung)
20.5.2026 Jahreshauptversammlung mit Wahlen (BFB-interne Veranstaltung)
